Unsre Sammeltätigkeit begannen wir in Südtirol.

Damals besuchten wir einige noch zugängliche Abbaue wie

Leifers Brantental (Blei-Silber Bergbau im 15. Jhd. , neuzeitlich Fluorit)

Pfundererberg bei Klausen (Blei-Silber-Kupfer-Zink-Bergbau)

Ter1an bei Bozen (Blei-SiIber-Zink-Bergbau)

Rabenstein im Pensertal (Blei-Silber-Fluorit Bergbau) 

 

Brantental Leifers

Die Fluoritmine Vallarsa liegt zwischen Leifers und Deutschnofen - Petersberg am Ufer des Brantenbaches 4 km im Osten von Leifers in einer Höhe von 950-1280 m Höhe.

Sie wurde von 1965 bis 1975 betrieben.

Anfangs schauten wir nur an der Schüttanlage im Talboden nach Mineralien.  Vom Eigner einer Jausenstation oberhalb der Anlage , der damals Bergmann im Brantental war, bekamen wir das ein oder andere Stück geschenkt.

Viele Jahre später erst besuchten wir den Abbau selbst. Dort in der Umgebung konnte man in Aufschlüssen im Porphyr Fluorit finden.

 

  

  

 

Bergbau Rabenstein, Sarntal

Der Bergbau Rabenstein in 1.250 m Seehöhe, 34 km nördlich von Bozen an der Penser-Joch-Straße, wurde schon im 17. Jahrhundert auf silberhältigen Bleiglanz betrieben und später auf Zinkblende ausgedehnt. Nach dem 1. Weltkrieg rückte Fluorit als Industriemineral in den Mittelpunkt.

Weil Fluorverbindungen in der Natur selten vorkommen, hat der Fluorit als Rohstoffquelle für die moderne Technik zunehmende Bedeutung erhalten. Verwendet wird er als Fließmittel in der Metallurgie (Hüttenspat in verschiedenen Korngrößen, Gehalt 45-87% CaF2) und in der chemischen Industrie (Säurespat 94-98% CaF2). Die Fluorchemie hat seit einigen Jahrzehnten einen starken Aufschwung erlebt. Dies betrifft nicht nur die Flußsäure, sondern vor allem die organischen Fluorverbindungen. Gefrierschutzmittel, Schmierstoffe, Kunststoffe und Lösungsmittel werden aus diesem Element hergestellt. Fluor wird zur Synthese von Uranhexafluorid benötigt, aus dessen Dampf das spaltbare Uran, welches als Brennstoff in Kernreaktoren dient, abgetrennt wird.

Die Lagerstätte in Rabenstein ist durch einen 1 km langen Fluoritgang gekennzeichnet, der sich in der Kontaktzone zwischen Brixner Granit und Quarzphyllit befindet. Der Mineralkörper, mit einer Mächtigkeit bis zu 4 m und einer Teufenerstreckung von mehr als 200 m, beginnt in den Glimmerschieferfelsen über dem Bergwerksgelände. Er biegt unter Tag dann nach links (OSO) um, unterfährt den Runerbach und endet beim Winklerbach. Die Mineralisation ist durch sieben übereinander liegende, und miteinander verbundene Stollen, die auch Nebenadern anfahren, aufgeschlossen.

Hauptförderstollen ist der Rosa-Stollen (1.247 m). Von ihm wurde ein Schacht abgeteuft, von dem aus die unterhalb liegenden Strecken (Carlo, Barbara, Cima, Paola und Anna) erreicht werden.

Bezogen auf die jährliche Fördermenge von durchschnittlich 8.000 t Hauwerk beträgt der Fluoritanteil ca. 57%. Das Hauwerk wird auf Lastwagen verladen und zur weiteren Aufarbeitung in die Provinz Brescia gebracht. Dort erfolgt zuerst eine physikalische Trennung der Anteile über 4 mm Korngröße und dann eine Flotation des Feinanteiles zur Gewinnung von Fluorit, Blei und Zink.

Der Bergbau, in dem 1989 10 Personen beschäftigt waren, wird von der Firma Prealpi Mineraria S.p.A. mit dem Sitz in Zogno (Bergamo) betrieben. Das Unternehmen ist auf die Verarbeitung von Flußspat spezialisiert und betreibt außerdem den Bergbau in Vallarsa/Brantental und die Gruben in Collo (Brescia).

Quelle: Herbert Kuntscher, Südtirol, Bergwerke, Höhlen, Heilquellen, Berwang 1990, S. 83 - 85.

Hauptstollen

Nebenstollen


Quelle und Ausführlicheres siehe hier

Ein großer, auch Sulfide enthaltender Fluorit-Gang, der von kleinen Gängchen und Adern begleitet wird. Ursprünglich auf Blei und Silber geschürft; erst im 19. Jhd. wurden Fluorit und Zinkblende abgebaut. Sehr reiner Fluorit, u. A. für optische Zwecke. Glimmerschiefer und Paragneis.

Quelle Mineralienatlas

Der Bergbau war bis 1990 tätig. Wir haben die Halden in den 70-er Jahren öfters besucht.

Zinkblende, Dolomit  Rabenstein

Mineralarten sind beim Anklicken der einzelnen Fotos ersichtlich

    

   

 

Windlahn Sarntal

In einem einsamen Nebental des Sarntals, bei Windlahn existierte ein Antimonbergbau, den wir zweimal besuchten. Belegstufen mit Antimonit konnte man finden.

siehe hier