Quarz 

ist das zweithäufigste Mineral der Erdkruste und kommt in einigen Varietäten vor

Bergkristall (fbl)

Milchquarz (weiß)

Amethyst (violett)

Citrin (gelb)

Rauchquarz (braun)

Eisenkiesel (rot)

Blauquarz (blau)

Prasem (grün)

Die verschiedenen Farben werden durch Mineraleinschlüsse oder natürliche oder künstliche Bestrahlung erzeugt.

 

Quarz ist die auf der Erdoberfläche stabile Form (Modifikation) des kristallinen Siliciumdioxids. Zahlreiche weitere Modifikationen treten bei höheren Drücken und Temperaturen auf. Einige können metastabil an der Erdoberfläche erhalten bleiben.

Bei niedrigen Temperaturen (70–200 °C) kristallisiert aus SiO2-Gel ein Gemisch aus Quarz und Mogánit, einem charakteristischen Bestandteil von Quarzin und Chalcedon.

Bei Temperaturen oberhalb von 573 °C (bei 1013,2 hPa) wandelt sich Quarz in Hochquarz um. Die Phasenumwandlung erfolgt sehr schnell, und Hochquarz bleibt auch bei rascher Abkühlung nie metastabil erhalten. Zwar finden sich in einigen Magmatiten Quarzkristalle mit der Kristallform von Hochquarz (Paramorphose), strukturell handelt es sich jedoch um Quarz.

Bei höheren Temperaturen wandelt sich Hochquarz erst in Tridymit um (ab 867 °C), dann in Cristobalit um (ab 1470 °C). Cristobalit schmilzt bei 1727 °C .

Die Umwandlungstemperaturen sind abhängig vom Druck. Allgemein nehmen sie mit steigenden Drücken zu.

Bei hohem Druck, wie er im Erdmantel herrscht oder bei Meteoriteneinschlägen auftritt, bilden sich besonders dichte SiO2-Phasen. 

Quelle Wikipedia (siehe auch Weiteres zu Quarz)

 

Drei Ausbildungsformen kann man noch unterscheiden :

rhomboedrisch

wobei nur die Spitzen ausgebildet werden ( meist in hydrothermalen Gängen wie etwa bei Bergbauvorkommen  und in magmatisch gebildeten Drusen.

prismatisch

also mit einem "Stiel" wie bei den gemeinhin als Bergkristall bekannten Ausbildungen.

amorph

kommt er als Chalcedon ( mit mikrokristallinem Gefüge)  und in den Achaten vor und mit gebundenem Wasser als Opal.

 

Diese Auswahl an hauptsächlich alpinen Quarzen (Kästchengröße 28x28 mm) zeigt, in welch vielfältiger Ausbildung Quarzkristalle entstehen können

 

Quarz in verschiedensten Vorkommen  

Quarze vom "Sentiero alla Miniera Rap"

Im Fersental (Trentino) suchten wir lange am Rio Rigolor den alten Abbau Rap, der  bis in die Hälfte des letzten Jahrhunderts Quarz abbaute. Auf dem Weg dorthin entdeckten wir im Wald eine Felswand, die ganz mit einer Quarzkristallschicht überzogen war.